Sommerschwesters Welt

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Ich gehe fremd

Ab sofort ist mein BLOG hier zu finden!!!!!!!!

Ihr Lieben,
ich gehe wirklich fremd. Auch wenn ich noch nicht zu 100% mit wordpress umgehen kann und ich manche Dinge viel unübersichtlicher finde, haben mich die Funktionen dort einfach überzeugt.
Ich bin noch nicht ganz fertig die Kommentare rüberzuholen, bin also noch ab und an hier und werde immer mal wieder reinschauen. Aber wer mir eine Freude machen will besucht meinen neuen Blog!

Liebe Grüße
Sommerschwester

13.4.08 00:23, kommentieren

Seitensprunggedanken...

Eigentlich tut man so etwas nicht und wenn man es tut oder gedenkt zu tun, dann redet man doch am Besten nicht darüber.
Ich tu's doch!
Darüber reden - nicht fremdgehen (vorerst).

Bei myblog bin ich mehr zufällig gelandet und ich habe mir auch nichts anderes angeschaut. Das heißt, ich habe mich vorher einfach nicht umgesehen und geschaut, was "der Markt" so zu bieten hat.
Und mitlerweile sehe ich so viele andere Blogs, die mir übersichtlicher vorkommen und auch schöner...
Besonders schick finde ich (gut, dass ist in der Tat nur ein kleines Schmankerl), dass es Blogs gibt bei denen man in seinen Beiträgen rumkritzeln kannst (also Worte durchstreichen, so dass der Leser sieht, was da vorher stand).
Oder die Stichwortwolke ist auch cool.

Heute habe ich mir dann mal wordpress angeschaut und eigentlich finde ich das wirklich klasse und vom Design her auch schön. Aber zum einen habe ich nicht finden können, wie ich meine Beiträge importieren kann (so wie ich das sehe geht das nur von blogger und nicht von myblog) und zum anderen bin ich auch nur ein Mensch und somit ein Gewohnheitstier. Die Navigation finde ich soooo unübersichtlich, da gefällt es mir hier besser.

Und nun??? Was mach ich jetzt???
Fremdgehen und hinterher unglücklich sein, weil ich nicht mehr zurückkann? Oder einfach treu bleiben?

Liebe Grüße
von einer ratlosen Sommerschwester

3 Kommentare 8.4.08 15:40, kommentieren

Ich habe mal wieder was gefunden...

... und zwar bei youtube. Wie könnte es auch anders sein?
Schon eine nette Seite.

Aber ich kann Euch ja viel erzählen. Hört also lieber selbst!

Róisín Murphy

Das ist doch wirklich ziemlich lässig (bei dem Wort komme ich mir vor wie Anfang 20)... Aber vor allem sehr schön anzuhören, wie ich finde!

Alles Liebe
von Sommerschwester, die wohl mal nach einer CD von dieser Frau Murphy stöbern muss

3 Kommentare 8.4.08 15:26, kommentieren

Sonntag morgen um 6:13 Uhr....

klingelte mich (oder besser uns) mein Handy aus dem Schlaf. Wir waren ja bei Freunden in Nordhessen.
"Guten Tag, hier spricht das Rote Kreuz. Ihr Großvater hat den Alarmknopf gedrückt, könnten sie bitte mal nachsehen, ob etwas los ist?"
Habe dem netten Herrn dann erklärt, dass ich weit weit weg bin und nun meine Mutter (die eine Etage über meinem Opa wohnt) anrufen und sie bitte nach ihm zu schauen und sich zu melden.
Kurz gewundert habe ich mich auch noch: Wofür haben wir denn das Ding, wenn sie eh erst immer uns anrufen. Genau aus dem Grund gibt es den Notruf ja, damit wir uns nicht ständig und immer Sorgen machen müssen.

Es brauchte SIEBEN Anläufe bis meine Mama das Telefon gehört hat bevor der AB dran ist. Ich hätte mich fast angezigen und wäre ins Auto gesprungen. Sie ist dann runter zu meinem Opa und hat nachgeschaut.

Kurze Zeit später rief sie dann zurück (ich hätte sonst nicht mehr schlafen können). Opa hat den Knopf nur aus versehen gedrückt (hatte es gar nicht bemerkt). Er sitzt angezogen im Wohnzimmer und hat Schmerzen im Hals (kommt von der Bestrahlung).
Gut ist das nicht. Nein, es ist beschissen (entschuldigt meine Wortwahl).
Freitag sagte der behandelnde Radiologe, dass Opa vielleicht doch besser stationär aufgenommen wird während der Bestrahlungszeit (sie haben ein paar Termine hinzugefügt, da die ursprünglichen 22 wohl nicht reichen).
So langsam glaube ich das auch. Es geht einfach sehr an die Substanz und das hat nichts damit zu tun, dass wir uns eben mehr um Opa kümmern müssen sondern das man die Sorgen einfach nicht los wird. Jedes Mal wenn das Telefon klingelt und ich die Nummer nicht kenne wird mir ganz anders. Dann habe ich immer die Angst, dass es vielleicht ein Notarzt oder das Krankenhaus ist oder der Pflegedienst der kommt (wenn wir eben tagsüber arbeiten) und ihn über die Sonde ernährt.
Man merkt Opa an, dass er die Spuren der Bestrahlung nicht mehr verstecken/unterdrücken kann. Er muss viel Husten und ist stark verschleimt. Aufgrund seiner Kriegsverletzung kann er das auch nicht mehr gut kontrollieren und verliert viel Speichel und Schleim unkontrolliert. Ihm ist das, verständlicherweise, peinlich. Ich glaube, er fühlt sich wie ein kleines Kind/Baby, dass bei allem Hilfe braucht.
Und er kann die Schmerzen nicht mehr unterdrücken. Selbst dasTrinken (von dünnem Saft, Wasser oder einem leichten Tee) bereitet ihm Schmerzen.
Als ich klein war, hat Opa immer auf mich "aufgepasst". Er war mein großer Beschützer.

Ja, ich habe Angst (auch wenn die Ärzte uns natürlich sagen, dass diese Nebenwirkungen "normal" sind und man damit rechnen musste und das das nicht für immer so sein wird). Riesige Angst und mir tut es einfach verdammt weh meinen Opa so zu sehen (wobei es weniger um die körperlichen Schmerzen geht sondern darum, dass er sich schämt; er schämt sich wegen der Nebenwirkungen der Bestrahlung).

Dieser Sonntag morgen um 6:13 Uhr hat das mir noch einmal ganz besonders deutlich gemacht.

Alles Liebe
von Sommerschwester, die sich sehr um ihren Opa sorgt

2 Kommentare 7.4.08 15:11, kommentieren

Kinder, Kinder

Am Wochenende haben wir ein befreundetes Paar in Nordhessen besucht. Meine Freundin Julia wird bald (eigentlich könnte es jederzeit so weit sein) Mama.
Da ihr Mann arbeiten musste, fragte sie uns, ob wir mit ihr Sonntag zu einem Basar für Baby-/Kindersachen fahren würden. Sie bräuchte zwar nichts, aber schauen könnte ja nicht schaden.
Wenn Frau so etwas sagt, dann sollte man/Mann besser hellhörig werden.
Ich war Feuer und Flamme... Stefan war zwar nicht ganz so begeistert aber er wollte mitfahren. Wahrscheinlich hatte er Angst mich alleine fahren zu lassen.

Tja, es kam wie es kommen musste: Julia hat mächtig eingekauft und ich gleich mit.
Ich konnte einfach nicht anders. Meine Gene sind wieder voll durchgeschlagen (zählt das als Entschuldigung?).

An einigen Ständen war wirklich nichts, was ich meinem potentiellen Kind anziehen würde, aber es gab so viele Ständen, an denen es soooooo wahnsinnig süüüüüüüße Sachen gab. Und auf einmal war es um mich geschehen. Ich habe zugeschlagen... Eine Kombi aus Latzhose (aber aus Wolle) und Hemdchen. Beides sehr neutral in creme/beige mit Schafen drauf. Aber nicht nur aufgedruckt sondern richtig mit Wollfell zum fühlen. Einfach nur süß... Tja, habe es natürlich erstmal Julia als Leihgabe überlassen (die auch ganz angetan war), um es dann wiederzubekommen, wenn es bei uns mal so weit sein sollte.

An Schwangerschaftshormonen kann es nicht gelegen haben, aber ich hätte wirklich den halben Basar leerkaufen können.

Habe dann noch zwei süße Hosen und passende Oberteile für Räupchen Mariella gekauft. Das schicke ich am Wochenende hin.

Eigentlich... Ach, ich weiß ja auch nicht.

Schön war es auf alle Fälle und ich freue mich sehr auf Johanna (das Baby von unseren Freunden).

Liebe Grüße
von Sommerschwester, die nun schon stolze Besitzerin eines ersten Stramplers ist

PS: @Nil

1 Kommentar 7.4.08 13:35, kommentieren

Bei mir wächst nicht viel...

... eine der wenigen Ausnahmen bilden meine Orchideen.
Allerdings betreibe ich da auch einen riesigen Aufwand. Der Stellplatz der Orchideen ist wohlbedacht: Sehr Hell, aber keinesfalls in der direkten Sonne. Am besten Ost- oder Westfenster. NIE in die pralle Mittagssonne.
Meine Orchideen werden getaucht und nicht gegossen und stehen in richtigen Orchideenübertöpfen oder haben unten Steine im Übertopf liegen, damit die Orchideen NIE in Staunässe stehen.
Sie werden regelmäßig (die Betonung liegt auf mäßig) gedüngt, aber nicht während der Ruhephasen. Alle zwei Jahre wird die Erde erneuert (aber nicht während der Blüte).
Und zu guter Letzt sprühe ich die Blätter mit einer speziellen Blattpflege einmal die Woche ab.

Und hier zeige ich vier meiner Lieblinge (insgesamt habe ich mitlerweile neun Stück). Die zweite von rechts blüht mittlerweile wieder.

Host unlimited photos at slide.com for FREE!

2 Kommentare 4.4.08 12:57, kommentieren

Der Blog frisst meine Kommentare...

Eigentlich passt der Text nicht in die Kategorie "Technische Null", denn das Problem liegt diesmal nicht bei mir...
Mascas Blog frisst meine Kommentare...
Er mag mich nicht. Er hasst meine Kommentare. Er will mich aus Mascas Leben vertreiben... Okay, das ist jetzt vielleicht ein klitzekleines bisschen theatralisch...
Trotzdem ist es Fakt, dass meine Kommentare (und NUR meine) immer erstmal im Spam landen.

Liebe Grüße
von einer ratlosen Sommerschwester

2 Kommentare 4.4.08 12:14, kommentieren

Das liebe Geld...

Eigentlich geht es gar nicht so wirklich um Geld, mir ist nur kein besserer Titel eingefallen und gleich am Anfang wollte ich auch niemandem auf die Füße treten.

Mein Mann und ich geben dieses Jahr zum allerersten Mal eine gemeinsame Steuererklärung ab (im ersten Ehejahr hat man ja noch die Wahl... ändert bei uns eh nichts, wir bekommen in etwa gleich viel raus) und das hat uns ein paar Nerven gekostet.

Zum einen finde ich die Formulare wirklich sexistisch (so, dass musste mal raus) . Überall ist immer vom Ehegatten/steuerpflichtige Person die Rede und die Ehefrau läuft nur so nebenbei mit. Dann geht dieses Formular immer noch davon aus, dass die Frau den Namen des Mannes annimmt (bei der Ehefrau ist nämlich eine Spalte für den früheren Namen, beim Ehegatten gibt es diese Zeile nicht). Bei uns ist es aber genau umgekehrt.... Also er hat meinen Namen angenommen.
Dann wussten wir nicht so genau wohin wir die Steuererklärung schicken sollten. Er war bisher Finanzamt I und ich II.
Also angerufen und unsere Situation geschildert. Erste Aussage: Zum Finanzamt des Mannes.
Nochmal Situation erklärt (ist bei uns nicht so ganz einfach, da ich noch eine Aufwandsentschädigung aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit erhalte und deswegen seit letzten Jahr eine neue Steuernummer habe und bei den Selbständigen geladen bin - fragt mich nicht warum, denn ansonsten habe ich nur Einkünfte aus meinen Beruf): Ja, mh, eigentlich geben sie die Steuernummer des Mannes an (hatte ich mir schon fast gedacht), aber in dieser Situation sieht das anders aus... Ah ja, auch gut und wie?
Die Situation hat sich geklärt...

Also alles fertig gemacht, fein säuberlich alle Belege hinzugefügt etc. und selbst abgegeben. Nach zwei Wochen kam dann ein Brief mit der Bitte eine Kopie der Heiratsurkunde nachzureichen.
Ich habe mehrmals mit denen telefoniert, habe mehrmals erwähnt, dass wir geheiratet haben und habe natürlich dieses tolle Begleitheft gelesen: Nirgendwo stand etwas davon (und gesagt hat es auch keiner), dass die eine Kopie der Heiratsurkunde brauchen...
Und ich wette, dass bisher nichts weiter passiert ist. Das heißt: Sollte noch etwas fehlen kommt bestimmt noch ein Brief...

Sorry, dass musste mal raus. Auch wenn ich sagen muss, dass ich bisher immer nur erlebt habe, dass die hier vor Ort wirklich flott und gründlich sind. (Außer im letzten Jahr, da musste ich sie darauf hinweisen, dass sie mir doch glatt viel zu viel zurückerstatten wollten. Na ja was heißt müssen: Ich hätte einfach nicht ruhig schlafen könne... War mir schon sehr unangenehm, obwohl es NICHT an meiner abgegebenen Steuererklärung lag, die hat gestimmt.)

Liebe Grüße
von einer gespannten Sommerschwester

2 Kommentare 4.4.08 11:37, kommentieren

Mein Löwe...

Host unlimited photos at slide.com for FREE!

So lange ich ihn noch habe, wollte ich mal ein Bild zeigen.
Demnächst wird er verkauft (ich hoffe das klappt, das Autochen ist nämlich gut gepflegt... nur bissel klein auf Dauer) und gegen einen Skoda Fabia Combi (den Neuen) eingetauscht.


Liebe Grüße
von der Löwenmama Sommerschwester

1 Kommentar 1.4.08 13:55, kommentieren

Mein Opa

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich diese "Geschichte" hier posten soll. Als es noch "schlimmer aussah" wäre mir das eh nicht möglich gewesen. Ich hätte es schlicht und ergreifend nicht übers Herz gebracht darüber zu schreiben. Etwas aufschreiben, macht eine Sache noch viel "wirklicher", viel realer. Davor hatte ich einfach Angst.
Na ja und jetzt ist es einfach komisch alles niederzuschreiben, in der Gewissheit, dass es alles gar nicht mehr so schlimm ist, wie es zu Anfang aussah.
Aber nun der Reihe nach - schließlich will ich ja verstanden werden.

Anfang September 2007 fiel mir bei meinem Opa ein ständiger Reizhusten auf. Man muss dazu sagen, mein Opa ist wirklich ein "Hemdchen". Sein Arzt (wir lassen ihn regelmäßig checken, dass sieht dann so aus, dass ich einen Termin ausmache und ihn einfach "hinschleppe") sagt, dass er für sein Alter gut in Schuss sei (also Blutwerte, Lungenwerte etc.), Opa aber viel zu dünn sei (obwohl man dafür nicht wirklich zum Arzt muss, dass ist sehr offensichtlich). Opa hat im Krieg seinen Unterkiefer verloren durch eine Granate. Früher gabe es einfach die medizinischen Möglichkeiten nicht das zu korrigieren und später hatte mein Opa einfach zu große Angst, dass er eine OP nicht überleben würde. Man sieht es Äußerlich auch nicht wirklich, nur das eine Kinnseite etwas mehr hängt... Auf jeden Fall hat mein Opa im unteren Kieferteil keine Prothese (sie würde ja nicht halten), was dazu führt, dass er wirklich Schwierigkeiten hat beim/mit dem Essen. Und es wurde mit den Jahren schlimmer. Am Ende gab es fast nur noch Suppe und gaaaaaaaaaaanz fein gekochtes Essen. Vor etwa einem Jahr konnte ich ihn überzeugen (das war eine Arbeit, ich habe Wochen gebraucht ihm das beizubringen), dass püriertes Essen (auf Rädern, da alle berufstätig sind) doch etwas für ihn sein könnte (vorher hat er sich strikt geweigert, dieser Sturrkopf). Ihm schmeckts (was uns wirklich freut und dazu geführt hat, dass Opa das Essen nicht gleich wieder abbestellt hat), aber so richtig klappt es nicht mit dem Zunehmen (wenigstens nimmt er nicht weiter ab).
Zurück zum Reizhusten: Ich habe - warum auch immer - als Hobbymedizinerin auf eine verschleppte Bronchitis getippt und einen Termin beim Arzt ausgemacht. Ich wollte einfach wissen was los ist und das ständige Husten war für ihn wirklich eine Qual.
Unser Hausarzt (ein toller Arzt) hat sehr schnell gesagt, dass es etwas anderes ist und uns zum HNO geschickt und auch noch selbst (also unser Hausarzt hat angerufen) einen Termin bei seinem Kollegen gemacht (da hätte ich zumindest ahnen können, dass es etwas schlimmeres als Bronchitis ist).
Termin beim HNO: "Da ist was im Hals ihres Großvaters!"
Termin zum Abstrich und MRT.
Diagnose: Tumor im Hals, Größe etwa 10 x 5 x 2,5 cm groß
Mir ist das Herz wirklich in die Hose gerutscht und ich hätte heulen können. Wenn Opa nicht dabei gewesen wäre, hätte ich das auch bestimmt getan.
Also ab ins Krankenkhaus. Das war in der ersten Januarwoche 2008.
Wieder Entnahme von Gewebe unter Vollnarkose.
Diagnose bestätigt und Therapie besprochen.
Der Tumor ist operativ nicht zu entfernen. Zu groß, eventuell verwachsen etc. Teilentfernung geht auch nicht.
Am besten Bestrahlung und Chemo (zur Sicherheit) und am vorzugsweise stationär.
Da die HSK keine eigene Radiologie hat (ins andere KH wollte Opa nicht), sollte in der HSK nur noch die Magensonde gelegt werden (damit er ernährt werden kann sobald die Schleimhäute zu angegriffen sind und essen zur Qual würde). Beim ersten Mal gehts schief und entzündet sich. Armer Opa. Man konnte ihm anmerken, dass er am liebsten nach Hause wäre. Wir haben ihn zwar jeden Tag besucht, aber es ist eben trotzdem für ihn belastend gewesen.
Nach fast sechs Wochen in der HSK endlich die Entlassung. Viel passiert ist nicht, außer der ersten (verkorksten) und zweiten OP wegen der Magensonde und der Bestätigung der Diagnose.
Jetzt müssen wir uns in der Radiologie des anderen KH vorstellen (wovon mein Opa nicht erbaut war).
Wir haben richtig Bammel. Ich will das alles nicht. Ich will nicht, dass Opa so etwas durchmachen muss. Er ist jetzt 85 Jahre und hat schon genug gelitten in seinem Leben, im zweiten Weltkrieg. Ich will, dass er irgendwann einfach friedlich einschläft. Aber er soll nicht leiden müssen.

Der Arzt an den wir geraten ist prima. Er hat gleich einen guten Draht zu Opa, was schwierig ist - nicht nur weil Opa nicht so gut hört (trotz Hörgerät), sondern auch, weil er ein kleines bissel eigensinnig ist. Er (also der Arzt) hat sich alle Untersuchungsergebnisse, alle Blutbilder, alle MRTs gut angesehen und macht uns Hoffnung.
Er sagt, dass wir Opa nicht komplett heilen werden. Aber die Chancen sind gut, dass durch eine Therapie der Tumor so weit schrumpft, dass Opa irgendwann an Altersschwäche sterben wird bevor der Tumor wieder so groß ist. In dem Alter wachsen auch Tumorzellen sehr sehr langsam und der Arzt ist sich sicher, dass Opa noch ein paar Jahre vor sich hat.

Pure Erleichterung: Das hört sich alles schon viel besser an.
Der Arzt sagt auch, dass KEINE Metastasen gefunden worden sind und da der Tumor geschlossen ist (was auch immer das heißt) davon ausgegangen werden kann, dass da auch nichts mehr kommt. Opa bekommt also keine Chemo sondern lediglich Bestrahlungen. Und das ambulant und nicht stationär.
Sollte Opa das nicht gut vertragen, dann würde man über einen stationäre Aufnahme nachdenken.
Opa ist richtig begeistert von dem Arzt und froh, dass er doch in dieses KH musste.

Jetzt hat er fast die Hälfte der Bestrahlung rum, ab und an ist ihm schlecht. Wir wussten, dass das passieren könnte und er bekommt Tropfen dagegen. Allerdings hält die Übelkeit nicht lange an und sonst scheint er die Bestrahlung gut zu vertragen. Die Lippen und der Mund werden trockener und die Schleimhäute sind schon leicht gereizt. Er bekommt mittlerweile zwei Mal am Tag Nahrung über die Sonde und dann noch flüssige Nahrungsergänzung.
Ich kann nur sagen, dass ich froh bin, dass Opa finanziell gut abgesichert ist. Einen Teil der Kosten (für den Pflegedienst) muss er selbst tragen (trotz Pflegestufe). Wir machen das zwar am Wochenende und Abends, aber unter der Woche tagsüber müssen wir alle arbeiten. Das geht einfach nicht anders. Ich frage mich immer, was machen Menschen, die diese Unterstützung nicht haben...

Opa nimmt das Ganze gut auf und er wirkt sehr entspannt. Natürlich gibt es Tage an denen geht es ihm nicht ganz so gut... Verständlich wie ich finde. Aber seine Ruhe und Gelassenheit machen uns allen Mut.

Ich sage Opa manchmal (wenn er gut drauf ist), dass er sich anstrengen soll, weil ich von ihm erwarte, dass er bei meiner kirchlichen Hochzeit im Mai 2009 dabei ist...

Ja, dass wünsche ich mir wirklich von ganzem Herzen und das es Opa gut geht und er nicht leiden muss.

Liebe Grüße
von Sommerschwester, die vor nicht mal einem halben Jahr glaubte ihren Opa zu verlieren

PS: Ich hoffe, dass alles klingt nicht zu verwirrend. So richtig leicht ist es mir immer noch nicht gefallen das aufzuschreiben.

3 Kommentare 31.3.08 17:31, kommentieren